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„Friedhof 2030“

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Eine Initiative des Kuratoriums Deutsche Bestattungskultur und des Bundesverbandes Deutscher Bestatter e.V.

Ihre Meinung ist gefragt: Die Initiative Friedhof 2030 beschäftigt sich mit der kulturellen Entwicklung des Trauerortes „Friedhof“. Die Erhaltung kultureller Werte, der Schutz historischer Bestände und die sich ändernden Bedürfnisse der Gesellschaft heute stehen im Mittelpunkt.

Die Initiatoren von Friedhof 2030 fordern von Friedhofsverwaltungen, Städten und Kommunen und auch Kirchen ein wesentlich kreativeres und engagierteres Vorgehen als in der Vergangenheit. Ein „Weiter so“ wird das schon viel diskutierte Sterben der Friedhöfe nicht aufhalten können.

Aber diesmal ist auch die Meinung der Bürger gefragt, denn die Hinterbliebenen und Nutzer von Friedhöfen gestalten sie wesentlich mit: die deutsche Bestattungskultur. Auf der Website von Friedhof 2030 wird Ihre Meinung explizit erfragt. Und es gibt sehr viele Informationen über kreative Ideen, Friedhöfe am Puls der Zeit zu gestalten.

Praxisbeispiele, Vorträge und auch eine Initiative, die deutsche Friedhofskultur in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufzunehmen, finden sich auf der Website.

Obwohl die Bestattungskultur und die Gestaltung der Friedhöfe gerade bei uns in Deutschland vielfältig sind und es besondere regionale Ausprägungen zwischen Nord und Süd und Ost und West gibt, wird es dennoch Zeit, die Zukunft zu planen.

Damit Friedhöfe nicht aussterben und die Geschichten der Menschen und der Gemeinden mit ins Grab nehmen.

Ein Blick auf die Website der Initiative Friedhof 2030 lohnt sich!
www.friedhof2030.de

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Von Schatten und von Licht

Klingende Kommentare zu einem Wort von Johann Wolfgang v. Goethe

Martina Doehring
Konzept u. Gesang

Aivars Kalejs
Orgel u.Klavier

27.10. 2018, 17:00, Pohlmann-Hauskapelle

Erfahrung – die große Unbekannte

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„Meiner Erfahrung nach …“ So beginnen manchmal ältere Menschen, wenn sie aus ihrem Leben erzählen. Seien es die eigenen Eltern, Großeltern oder Bekannte – in jedem Falle lohnt sich nun gutes Zuhören. Denn von den Älteren kann man so einiges lernen. Mit ihrer Lebenserfahrung können sie den Jüngeren wertvolle Hinweise und Denkanstöße geben.

Junge Leute wissen mit dem Wort „Erfahrung“ oftmals noch gar nichts anzufangen. Was soll das denn sein? Hört sich irgendwie an wie „Schnee von gestern“. Die Erfahrung bleibt genau so lange die große Unbekannte, wie es im eigenen Leben noch wenig davon gibt.

Die Lebenserfahrung ist per definitionem die Summe aller Erlebnisse und der daraus gezogenen Erkenntnisse. In humanistischen Denkweisen betrachtet man das Leben als einen allmählichen inneren Wandlungsprozess. Durch das Sammeln von Erfahrungen entwickelt sich der Mensch von einem Zustand des Nichtwissens hin zu einem Zustand der Aufklärung und Weisheit.

Jedes Erlebnis kann dabei zu einer lehrreichen Lektion werden. Je nachdem, was wir auf unserem Lebensweg erfahren, gewinnen wir individuelle Erkenntnisse. So sind wir zu demjenigen geworden, der wir sind.

Wir kommen nicht umhin, unsere Erfahrungen selbst zu sammeln und das Leben tatsächlich „am eigenen Leib zu erfahren“. Dafür offen zu sein und sich nicht zu verschließen, ist wichtig für die eigene Entwicklung. Man kann sich schon denken, dass der Erfahrungsschatz zuhause auf dem Sofa mit einer Tüte Gummibärchen nicht gerade größer wird.

Deswegen ist es gut, sich selbst zu fordern und sich auch außergewöhnlichen Umständen auszusetzen. Etwas Neues auszuprobieren, was man noch nie zuvor gemacht hat, an einen noch unbekannten Ort zu reisen, intensiv mit allen Sinnen die Natur oder Musik wahrzunehmen, all das sind Erlebnisse, die in unseren Erfahrungsschatz übergehen.

Es ist ein Schatz, wertvoller als alles Vermögen oder Besitztümer, die wir ansammeln könnten. Denn wer auf die Jahre seines wirklich gelebten Lebens zurückblicken kann, der kann jederzeit auf einen inneren Reichtum zurückgreifen, der Stärke und Mut verleiht.

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Ein Fest zu Ehren!

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Museum für Sepulkralkultur Kassel

Tagelang wird gefeiert, gesungen und getanzt.
Trauerfeiern im afrikanischen Ghana sind bunt, fröhlich und lautstark.
Die Angehörigen, und oft das ganze Dorf, feiern den Toten und das, was ihn ausmachte.

Und das ist sichtbar: Die Ausstattung der Trauerfeier ist oft sehr opulent, es wird an nichts gespart. Nirgendwo sonst sieht man so ungewöhnliche Särge wie in Ghana. Sie drücken aus, was der Verstorbene liebte, was er tat oder wofür er schwärmte. So sind Särge in Form eines Fisches, eines Hobels oder eines Flugzeuges keine Seltenheit.

Je liebevoller, detailreicher und großzügiger die Ausstattung der Feier, desto größer das Ansehen der Familie in der Gemeinde und – wichtig - im Ahnenreich. Die geliebten Verstorbenen sollen eben in diesem gut ankommen, und eine positive Verbindung zwischen den Lebenden und den Ahnengeistern schaffen und für gute Stimmung sorgen. So fallen die Lebenden nicht in Ungnade.

Diesen Totenkult gab es nicht schon immer im eher christlich geprägten Ghana. Erst seit Mitte des 20. Jahrhunderts beginnt er sich zu etablieren – Bestattungskultur im Wandel, auch in Afrika.

All dies kann man sich anschauen im Museum für Sepulkralkultur in Kassel. Die Ausstellung „Mit dem Linienbus ins Jenseits.“ INTERVENTION, Martin Wenzel. SÄRGE UND URNEN“ ist vom 10. August bis 13. Oktober 2019 zu sehen. Ein Bericht des ZDF heute journal vom 12. August 2019 dazu findet sich in der Mediathek des ZDF.

Weitere Informationen unter: www.sepulkralmuseum.de

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